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Mit einem Dampfgarer wirklich gesünder kochen?

Severin DampfgarerWer tatsächlich daran interessiert ist, sich gesund zu ernähren, der sollte sich an Rohkost halten. Soweit die Theorie verschiedener Gesundheitsapostel zum Ende des vergangenen Jahrhunderts, die noch nicht die technischen Möglichkeiten der heutigen Zeit kannten. Andererseits war die Theorie so falsch auch wieder nicht. Bekanntermaßen zerstört der Garprozess etliche in den Lebensmitteln enthaltene Nährstoffe. Aber wer mag schon ständig an rohen Kohlrabi knabbern oder ungekochten Karotten kauen? Von Kartoffeln, die ungegart sogar toxisch wirken können und gegart eine wichtige Rolle bei den Mahlzeiten spielen, wollen wir gar nicht erst reden. Beim Fleisch kann man in rohem Zustand ebenfalls nicht von einer kulinarischen Offenbarung sprechen, von der Gesundheitsgefährdung beim Verzehr von ungegartem Geflügel ganz abgesehen.

Dampfgaren kontra Kochen

Mit einem Dampfgarer wirklich gesünder kochen?Die Nährstoffe einer Kartoffel werden beim Kochen ausgewaschen und landen zuerst im kochenden Kartoffelwasser und anschließend sofort im Abfluss der Küchenspüle. Damit hat man dann die Vitamine, die wir eigentlich aus Gründen der Gesundheit unserem Körper zuführen wollten, in den Gully gekippt. Die Lösung für gesunden Genuss bei nährstoff- und vitaminschonender Behandlung von Lebensmitteln besteht im Dampfgaren. Die Idee mag nicht revolutionär neu sein und in privaten Haushalten hat sie sich bislang auch noch nicht wirklich durchgesetzt.

Wie erwähnt, erhitzt man Gemüse oder Kartoffeln nach wie vor in Unmengen von Wasser, welches man anschließend, inklusive einer Menge wichtiger Nährstoffe, in den Abfluss schüttet. Bleibt eigentlich nur, möchte man die Nährstoffe dennoch aufnehmen, das Kartoffelwasser zu trinken – oder man nutzt eben Dampfgaren.

Es ist die perfekte Kombination aus nährstoffschonender Zubereitung und Genuss. Durch diese Gartechnik bleiben sowohl Geschmack als auch Vitamine erhalten. Diese Kochtechnik, die sich infolge des weiter um sich greifenden Gesundheitsbewusstseins zu einem Trend entwickelt hat, hilft somit, sowohl den Eigengeschmack wie auch Nährstoffe und Vitamine zu schonen.

Wo sind die Unterschiede?

Kartoffeln oder Gemüse werden beim Dampfgaren vom Dampf umschlossen und nicht, wie bei der klassischen Methode, gekocht. Durch das Einschließen der Geschmacksstoffe und Vitamine sind sie sozusagen Gefangene der Lebensmittel und können sich nicht aus dem Staub machen, sie bleiben vielmehr erhalten. Im Gegensatz dazu tauchen besagte Vitamine beim klassischen Kochen zunächst einmal im Garwasser unter und flüchten anschließend, meist durch die Spüle, ins Abwasser.

Welche Lebensmittel eignen sich zum Dampfgaren?

Nahezu alle Lebensmittel sind zum Dampfgaren geeignet, dies trifft insbesondere auf

  • Gemüse,
  • Fleisch,
  • Kartoffeln,
  • Reis und
  • Fisch

zu. Lediglich Lebensmittel, die erst durch Röstprozesse ihren typischen Geschmack erhalten, den man beispielsweise nur beim Braten mit Fett erreichen kann, sind ebenso ausgenommen, wie auch fetthaltige Fischarten, die durch ihren relativ hohen Fettanteil besser gebraten werden sollten. Auch andere allzu fetthaltige Lebensmittel sind eher ungeeignet für den Dampfgarer. Da diese ohnehin auch ungesund sind bleibt zu überlegen, ob man darauf nicht vollständig verzichten möchte.

Energie sparen beim Dampfen

Beim normalen Kochen käme nie jemand auf die Idee, Gemüse und Fisch in einem Topf auf den Herd zu stellen. Da das beim Dampfgaren kein Problem darstellt, reicht eine einzelne Kochstelle auf dem Herd und sorgt für Energieersparnis. Dabei muss niemand befürchten, dass durch das Kochen im Dampfgarer eine Geschmacksübertragung der einzelnen Lebensmittel untereinander stattfindet. Auch hieran ist der Dampf nicht unschuldig. Da die einzelnen Produkte durch den Dampf regelrecht isoliert werden, bleibt bei jedem Produkt der ursprüngliche Geschmack erhalten.

Tipp! Die dampfende Zubereitung von Essen ist allerdings keineswegs so neu, wie man immer wieder suggeriert bekommt. Der Ursprung dieser Art der Essenszubereitung liegt in China, wo schon vor Jahrhunderten Speisen mit Dampf zubereitet wurden.  Die Lebensmittel werden dabei schonend gegart und verkochen nicht, auch Konsistenz und Form bleiben erhalten. Hier kann als Beispiel die Dampfnudel als Klassiker herhalten, sie wird mit Dampf zubereitet und behält ihre Form.

Gesunde Lebensmittel in allen Varianten

Dass Dampfgaren besonders gesund ist beweist die Tatsache, dass beispielsweise Brokkoli über 50% mehr Vitamine enthält, wenn er dampfgegart, anstatt gekocht, auf den Tisch kommt, Paprika bringt es auf ein Plus von 45%. Es ist auch keineswegs neu, dass Lebensmittel bei der Zubereitung einen mehr oder weniger großen Teil der Nährstoffe verlieren. Deshalb wurden Kartoffeln in früheren Zeiten, gegenüber heute, wesentlich häufiger als Pellkartoffeln zubereitet da man erkannt hatte, dass die Pelle der Kartoffel einen Schutz für die Vitamine und den Geschmack darstellt. Zu den Vorteilen des Dampfgarens gehört auch, dass die Lebensmittel verzehrfertig zubereitet werden und unmittelbar nach dem Garprozess gegessen werden können.

Lebesmittel mehr Vitamine im Vergleich zum Kochen
Brokkoli über 50%
Paprika etwa 45%

Vor- und Nachteile des Kochens mit einem Dampgarer

  • nährstoff- und vitaminschonende Behandlung
  • keine Geschmacksübertragung der Lebensmittel untereinander
  • schmackhafte und fettarme Ernährungsform
  • nicht für alle Lebensmittel geeignet

Das natürliche Aroma bleibt erhalten

Bei durch Dampfgaren zubereiteten Mahlzeiten kann man die natürlichen Aromastoffe genießen, es müssen kaum Würzmittel eingesetzt werden. Auch auf Fett kann weitestgehend verzichtet werden. Davon profitiert nicht nur die Figur, die Gesundheit ganz allgemein freut sich über diese schmackhafte und fettarme Ernährungsform.

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